Die Steine von Budapest

17
Okt
2008

Die Steine von Budapest

Budapest

Budapest, schönste Perle der Duna!
Straßen in Pest und Mauern in Buda,
prachtvoll erbaut von stolzen Magyaren.

All deine Steine kennen Geschichten,
können von Langobarden berichten,
Römern, Osmanen, wilden Tataren.

Bischof Gellért in eifrigem Streben,
in einem Fass, da ließ er sein Leben,
rollte den Fels hinab schon beizeiten.

Mátyás Hunyadi, Schützling der Raben,
König und Dichter, jung und erhaben,
ritt dran vorbei, mit Friedrich zu streiten.

Habsburgern, Türken solltest du dienen,
von all den Kriegen blieben Ruinen,
Grabsteine, Schutt und die Zitadelle.

Aufstände, Kämpfe, Revolutionen,
von ihren Köpfen fielen die Kronen
bald auf das Pflaster nieder ganz schnelle.

Bis Adolf Hitler drüber marschierte,
Märsche nach Auschwitz organisierte,
russische Panzer konnten dich retten.

Doch eines Tages kamen sie wieder,
schossen beim Aufstand Tausende nieder,
Ungarn gefangen wieder in Ketten.

Budapest, schönste Perle der Duna!
Jetzt schlägt dein heißes Herz für Europa,
edle Karossen, Damen halbseiden.

Traurige Augen, schmutzige Hände.
Hausmauern trist im Abrissgelände
sehn nur der Roma Elend und Leiden.

(Bild: Blick vom Budaberg auf das Parlament)
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