23
Nov
2017

De lo imposible

Lo imposible cuesta un poco más,
derrotado quién no puede soñar,
quién no se mueve la mano.
Así dijó El Pepe, el hombre sabio.

Hubo grandes dinastías
en ciudades de esplendor,
pero tuvieron que irse,
y sus reinos se hundieron.

En el verde de la jungla
hay máscaras de turquesas,
hay ruinas y pedazos
y acertijos abiertos.

Pero las almas de los muchos
inferior en las jerarquías,
que crearon este esplendor,
no se perdieron en la noche.

Los que se muvieron las manos
susurran sueños a los niños
con la brisa de la tarde,
y lo cuesta solo un poquito más.
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22
Nov
2017

Vom Unmöglichen

Unmögliches braucht etwas Zeit,
besiegt ist, wer nicht träumen kann,
die Hand nicht regt, zum Tun bereit,
sprach El Pepe, der weise Mann.

Es herrschten große Dynastien
in Städten voller Glanz und Pracht,
doch mussten sie von dannen ziehn,
ihr Reich versank in dunkler Nacht.

Es blieben Masken aus Türkis,
Ruinen, manches Scherbenstück,
das viele Rätsel offen ließ,
im Dschungelparadies zurück.

Die Seelen all der vielen, die
die Reiche schufen voller Pracht,
ganz unten in der Hierarchie,
sind nicht versunken in der Nacht.

Die wirkten lange Zeit zuvor,
die flüstern mit dem Abendwind
den Kindern ihren Traum ins Ohr,
und so verrinnt die Zeit geschwind.
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19
Nov
2017

Día de Muertos in Oaxaca

Die Dorfjugend zieht zur Blasmusik
an Halloween um die Häuser.
Jungen mit Totenmasken,
Gespenstermädchen im Tüllrock.

Mit dem Mototaxi zum Friedhof,
das rattert und rumpelt.
Skelette aus Zuckerzeug
klappern im Takt dazu.

Blumen in sämtlichen Farben,
auch in grellem Pink und unwirklichem Blau.
Mosaike aus bunten Früchten,
Totenbrot und Chapulines.

Kinderlachen und Hundegebell.
Eine Mariachikapelle jault.
Komm, sexy Tänzer auf dem Grab,
steig mit mir in die Gruft.

Die Straßen voll aufgetakelter Skelette,
makabre Graffiti an den Wänden,
Hausaltäre in den Eingangshallen,
gespenstische Tanztheater im Kiez.

Ja, mit den Toten lässt es sich leben!
Jedenfalls in Oaxaca,
wo das Diesseits das Jenseits trifft
auf der Fiesta am Tag der Toten.
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21
Okt
2017

Urlaubszeit

Wenn mein Frauchen Koffer packt,
bin ich stinkesauer.
Tagelang wird eingesackt,
wohl für lange Dauer.

Stellt mir noch mein Futter hin,
ist bereits in Eile.
Hat das Fernweh nur im Sinn,
ich die Langeweile.

So, nun hat sie sich verpisst,
und ich leg mich schlafen.
Hoffe, dass sie mich vermisst
bei den Hochlandschafen.

Abends schneit ein Onkel rein,
öffnet eine Dose.
Will zu ihm mal gnädig sein,
trägt er auch ne Hose.

Nach ner halben Ewigkeit
hör ich ihre Schritte.
Sitz schon zum Empfang bereit,
so ist’s bei uns Sitte.

Schnell vergessen ist die Pein,
lange, wie ich hoffe.
Frauchen freut sich auf ihr Heim,
ich mich auf den Koffer.
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26
Jul
2017

Friedhofspicknick

Der Juli ist ins Land gekommen,
und wir, wir ziehn zum Friedrichshain,
zwar gut gelaunt, doch auch beklommen,
denn Thomas wird heut bei uns sein.

Am Friedhof lässt es sich gut feiern
mit Bowle, Sekt und etwas Weed,
mit Auberginen, Käse, Eiern.
Die Amsel singt dazu ein Lied.

Hier ruht er unter alten Bäumen,
den Helden nah vom Friedrichshain.
Hier kann er alle Tage träumen,
und manchmal schneit ein Freund herein.

Die gelbe Rose blüht noch immer.
Das Grablicht strahlt nun wieder hell.
Oranger Tüll mit goldnem Schimmer.
Wir pflanzen noch was Grünes schnell.

Da gießt es plötzlich wie aus Eimern,
ein Blitz schlägt ein, der Donner kracht.
Ach, wenn wir endlich schon daheim wärn!
Hat da nicht Thomas grad gelacht?
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18
Jul
2017

Klimt am Attersee

Als die Seejungfrauen riefen,
kam das Künstlervolk in Scharen.
"Leinen los! Wohlan, wir fahren
übern Attersee, den tiefen!"

Klimt fand Schätze in den Fluten,
Gold und Silber und Türkise,
auf dem Festland eine Wiese,
wo sie freudetrunken ruhten.

Er stand auf in aller Frühe
aus dem weichen, weißen Bette,
das von ihrer Liebe glühte.

Nahm sich Pinsel und Palette,
dass ein Meisterwerk erblühe,
funkelnd wie die Seenkette.
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12
Jul
2017

My Love is Like a Heathrose Tree

My love is like a heathrose tree,
adornment of my yard.
His scent will touch internally
all fibres of my heart.

I’ll never harm my bonnie rose,
at last I’m not a male.
How bad things go, precisely shows
the heathrose in the tale.

The rascal had become a thief.
The misdeed he had done
awarded him some short relief.
The rose bud, though, she's gone.

My heathrose tree, so white and green,
ablazing with the sun,
will all the summers bloom for me
until my days are done.
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11
Jun
2017

Frühstück bei Tiffany

Yunioshi mit Miss Golightly
wohl für allezeit im Streit liegt,
denn sie ist ne freie Frau.
Das ist ihm ein Dorn im Aug.

Schön ist’s am Balkon im Frühling.
Wunderbar ist dieses Feeling,
Samstagnacht mit einem Freund
durchzuziehen einen Joint.

Traurig die Bouzoukis klangen,
als wir ein paar Lieder sangen.
Plötzlich klingelte es Sturm,
Herr Yunioshi war’s, der Wurm.

Brüllt, was ich mir würd erlauben,
würde ihm die Nachtruh rauben.
Ist’s zu laut ihm in Berlin,
soll er halt ins Umland ziehn.

Sonntagsclub und Café Lyrik
waren kulturell sehr rührig.
Nun ist Zapfenstreich um Zehn,
weil die Spießer sonst durchdrehn.

Ach Herrje, so ist es eben,
man kann nicht in Frieden leben
auf der großen weiten Welt,
wenn’s dem Nachbarn nicht gefällt.

Bin zum Prenzlberg gekommen,
habe Freiheit mir genommen.
Doch trifft meine Frohnatur
heut auf Grabesstille nur.
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