Hunger

10
Okt
2012

Hunger

Ich stell das Küchenradio an,
da sitzen in der Tür zwei Mann.
Zwei Augenpaare, gelb und grün.
Gespitzte Ohren. Jägersinn.

Der Erste ist ein Herr im Frack.
Ein weißer Bart ziert seine Back.
Fünf Messer hält er in der Hand.
Die Zahl der Toten? Unbekannt.

Der Zweite hat verwegnen Charme,
gilt überall als Mädchenschwarm.
In weichen schwarzen Samt gehüllt
ist er des Satans Ebenbild.

Vor heißem Hunger kocht das Blut.
Jetzt täte uns ein Nachtmahl gut,
drum will ich diesen Herren nun
das Fleisch auf ihren Teller tun.

Die Auberginen, die sind mein,
auch schenke ich mir Rotwein ein.
Es schmausen friedlich Mensch und Tier
in ihrem heimischen Revier.
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