2
Jul
2010

Kapstadt, 3. 7. 2010

Training

Am Mittelpunkt wird schon der Ball bereit zum Anpfiff liegen,
nach Anstoß wird er gleich Romero um die Ohren fliegen.

In Abseitsfallen läuft Tevez, und Messi muss gleich gehen,
denn Friedrich tritt ihm unbemerkt mit Wucht auf seine Zehen.

Die Argentinier wirken irgendwie so angeschlagen,
vor ein paar Tagen mussten sie mit Mexiko sich plagen.

Der Keeper langweilt sich zu Tode, irgendwie ist’s schade,
wir hatten uns doch so gefreut auf Manuels Glanzparade.

Doch Deutschland führt mit 4:0 durch Miro und Özilchen,
so endet nach der zweiten Halbzeit dieses schöne Spielchen.

Nuestra Alemania
ganará mañana,
y la vuvuzela
siempre cantará!

(Bild: ddp, Beim Training)
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30
Jun
2010

Deutsche von heute

globus

Bier und Glotze, Brot und Spiele
und dazu ein fetter Joint
sind der Deutschen höchste Ziele,
drum ist Fußball unser Freund.

Wenn das Team zu Heldentaten
schreitet auf dem Fußballfeld,
jubeln Dichter, Diplomaten
und auch die prekäre Welt.

Unsre Fußballer sind Klasse,
denn in unserm deutschen Staat
spielen Jungs von jeder Rasse
lieber Fußball als Soldat.

Deutschland, Deutschland über alles!
Dieser altbekannte Ton
hallt im Falle eines Falles
nur durchs Fußballstadion.

Bundeskanzlerin, Minister
sollten stets ein Vorbild sein.
Schicken wir doch diese Biester
in den nächsten Kickverein.

Merkel, dieser alte Drachen,
soll zu Quälix Magath gehn,
sollte sie dann noch mal lachen,
würde man sie zahnlos sehn.

Westerwelle, statt zu pfuschen
in Berlin und anderswo,
schicken wir zum warmen Duschen
zu den Jungens im Trikot.

Und die Herrn im weißen Kragen
mit den Händen voller Dreck
jagen wir über den Rasen,
bis er runter ist, der Speck.

(Bild: Fußball Globus WM 2006)
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29
Jun
2010

Frauen von heute

Romulus

Meine Herren, strömt herbei nur,
seht mal, wir sind doch so nett!
Mit der Kreide und der Stoppuhr
stehn wir schon bei Fuß am Bett.

Reichen euch ein kleines Häppchen,
ziehn euch die Pantoffeln aus.
Ja, für solch ein feines Schnäppchen
putzen wir sogar das Haus.

Dann geht’s ran an die Buletten
und wir zerren euch ins Bett.
Diese Frauen, die koketten,
sind auf einmal gar nicht nett.

Werdet bis aufs Blut gepeinigt
von der Weiber Übermacht,
und wer schlapp macht, wird gesteinigt,
bis die Fensterscheibe kracht.

Spitz den Stachel, meine Drohne,
geh nach vorn und nicht zurück,
dann winkt dir am Schluss zum Lohne
auch ein riesengroßes Stück

zartes Brustfleisch für Kojoten
von der Amme namens Wolf,
die dank hoher Frauenquoten
einst bezwang den bösen Strolch!

(Bild: Romulus und Remus)
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28
Jun
2010

Maradona

Maradona

Ach, Armando Maradona,
dieser Schmierenkomödiant,
gab bei Castro die Madonna,
bis der Pusher kam gerannt.

Soll er seine Gauchos küssen
und das stumpfsinnige Vieh
und die Damen, die gewissen,
and the ass of Germany!!!

Cantan, bravos señores, sabado
el despido por el señor Diego:
"¡Oid mortales! el grito sagrado:
¡Alemania la victoria!"

(Bild: paracuriosos.com, Diego Maradona)
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Ein schönes Pärchen

Bum-Kun-Cha

Fußball und Kunst, ein schönes Pärchen,
das wussten auch die Dichter schon,
hoben das Leder wie im Märchen
empor auf einen goldnen Thron.

"Die Angst des Tormanns beim Elfmeter",
der Peter Handke schrieb davon.
Die Riesenangst kennt wohl ein jeder,
wenn ihm mal Aus und Abseits drohn.

Ach, "Auf den Tod des Fußballspielers"
im "Deutschen Reiche Austria"
schrieb eine Elegie Fritz Torberg
dem großen Stürmer Sindelar.

"Hymne auf Bum Kun Cha", gesungen
von Eckhard Henscheid eindrucksvoll,
ist bis nach Asien geklungen.
Ja, und auch Cha schrieb wohl ganz toll.

Fußballer haben schöne Beine
und klug sind viele obendrein.
Einige bleiben auch bescheiden,
wolln niemals eitle Fatzken sein.

(Bild: Bum Kun Cha)
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27
Jun
2010

After the match is before the match

Maradona2

Well, the stingless bee will flutter
home to England, her old mother,
hide her face in skirts and cry.

We say: "Fuck you Argentina!!!"
Herd the cattle in the Pampa,
'til you die, Ochsenei!

(Bild: wordpress.com, Diego Armando Maradona)
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Sunday Prayer

Loew

Oh Football-God, give us the chance
to kick the Brits to Neverlands!
Our Captain sends them right to hell,
wee Tinkerbell will ring the bell!

Schweini, just chase them in the holes,
Miro, go forward for the goals,
Özil and Poldi, teach Rooney
the classy style of Germany!

Brits, do your job and chop the wood,
your pumpkin kickin' is no good,
we’ll sweep the wood shavings away,
while thousand vuvuzelas play.

(Foto: Getty Images, Joachim Löw)
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25
Jun
2010

Boiled eggs

rooney

Hello Terry, toothless woofie,
hello Lampard, floppy Goofy,
hello Gerrard, harmless kid,
hello Rooney, playing shit!

England’s gonna die inglorious,
jump down from the cape of hopelessness,
for the cup they’ll never see
any more in history!

From the fame hall to the yards,
we transmit our best regards!

(Bild: Wayne Rooney, a toothless roaring lion)

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24
Jun
2010

Südafrika Achtelfinale 27.6.2010

Ach, die Briten, die Idioten,
solln am Kap getrost verrotten,
Fraß für Kannibalen sein!
Von Özil, Cacau und Miro
setzt es Senge, aber klaro,
für den Kolonialverein!

Mit uns feiern schwarze Brüder,
Vuvuzelas hallen wider
bis in’ Amazonas rein,
Schotten schürzen ihre Kilte.
Deutschland, der Weltmeister, killte
dieses arme Wembley-Schwein!
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19
Jun
2010

Gutmensch

Maedchen

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" (J. W. Goethe)

Der Mensch, er sei edel, hilfreich und gut!
Den Spruch schrieb mir einst meine Mutter Ruth
mit zierlichen Buchstaben ins Album
und malte ein strahlendes Herz drum rum.

Die Worte bewahrte ich sorgsam auf.
Auf meinem verschlungenen Lebenslauf,
auf wackligem Steg, über Stock und Stein
sollten sie mir stets Licht im Dunkel sein.

Gutmensch, so schimpft mich heute die Greti
und hämisch nennt man mich sogar einen Blödi,
denn Krethi und Plethi, sie wissen’s ja nun,
nach Gutem zu streben ist nicht opportun.

Der Zeitgeist, er ist mir ein böser Geist,
der alles mit sich in den Abgrund reißt.
Will lieber auch weiter ein Gutmensch sein
als mit all den Wölfen im Chor zu schrein.

Der Mensch, er sei edel, hilfreich und gut.
Ich danke dir, Mutter, das macht mir Mut.
Wenn ich gut und hilfreich zu andern bin,
dann sind sie es auch, ganz in Goethes Sinn.

(Bild: Johann Georg Meyer von Bremen, Das lesende Mädchen)
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