1
Sep
2013

Mr. President

Oh Boy, wie schnell die Zeit vergeht!
Im Jahre Zweitausendundacht,
da hat ein frischer Wind geweht,
da hat uns nachts das Glück gelacht.

Auch Ulla fand Black Power gut,
sie freute sich zu Tode gar.
Sie würde kochen heut vor Wut,
weil nichts mehr ist, wie’s einmal war.

War er denn damals nicht ein Held,
erhielt er nicht den Friedenspreis?
In Ketten legte ihn das Geld,
seitdem läuft er nur noch im Kreis.

Verlangte er nicht Transparenz?
Wenn mal ein Spatz vom Dach was pfeift,
versprach die werte Eminenz,
dass ihn dafür kein Häscher greift.

Zwar sieht man die im Dunkeln nicht,
doch den im Lichte, der befiehlt.
Die Killer taten ihre Pflicht,
da hat Osama ausgespielt.

Noch immer steht Guantanamo,
gibt’s Kriegsverbrecher, Folterknecht'.
Die Täter feiern und sind froh,
den Opfern aber geht es schlecht.

Doch vielleicht träumt er noch den Traum
von Luther King. Ich wünsch ihm Kraft
und starke Wurzeln wie ein Baum,
damit er endlich Frieden schafft.
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25
Aug
2013

Bitches & Witches

This poem's dedicated to all bitches,
cute bitches, haunted by some ugly witches,
who criticize the bitches’ dirty slang,
and stay at home awaitin' the big bang.

You know, they’re lonely and just fuckin' jealous,
shout to the devil, he may send to hell us.
But people listen to us in the street,
the street, where bitches and the angels meet.
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17
Aug
2013

Danke!

Verlorner Sohn
mit Dornenkron
und Megaphon
mit schrägem Ton,
voll kakophon.

Kein Mustersohn,
kein Schutzpatron.
Des Führers Klon?
Oder'n Klingon?
Provokation!

Was heißt das schon.
Die Depression,
sie flog davon
bei hundert Phon
wie’n Luftballon.

Gäb dir zum Lohn
gern einen Thron,
ne goldne Kron,
ein Feld voll Mohn
und zig Million’,

statt Babylon
Elysion.
Da sollste wohn’
mit Vollpension
wie’n Königssohn.

Das ist kein Hohn,
nur Illusion.
Denn zig Million’,
wer hat die schon
im Schuhkarton?

Genug davon.
Doch mahl ich schon
paar Kaffeebohn’
für dich zum Lohn
da, wo ich wohn.
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9
Aug
2013

Neuer Tag

Ich bin frei und atme auf,
lass dem Leben seinen Lauf.
In das dunkle Jammertal
drang mit Macht ein Sonnenstrahl.

Freundlich lacht der neue Tag.
Was er mir auch bringen mag,
seh ich nun mit Zuversicht.
Etwas Böses ist es nicht!
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6
Aug
2013

Ratschlag

Du bist so schrecklich defensiv
und sagst zu mir, du wunderst dich,
dass immerzu ganz fürchterlich
dein Leben aus dem Ruder lief?

Zeig deine Zähne, habe Mut,
und du bist frei von aller Qual!
Wetzt du den Dolch erst mal verbal,
witterst du bald schon frisches Blut.

Schaff dir alsdann ne Knarre an.
Der Mensch ist von Natur ein Tier.
Friss oder stirb! So heißt es hier.
Sonst bist du bloß ein Blödian.
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4
Aug
2013

Sommerhitze

Der Tag verglüht in Sommerhitze,
die Sonne scheint mir auf den Bauch.
Ich spüre keinen leisen Hauch.
wenn ich auf dem Balkon hier sitze.

Ich spucke die Melonenkerne
dem Wirt vom Voland auf den Kopf.
Verstummt sind Spatz und Wiedehopf,
nur Autos brausen in der Ferne.

Oh Petrus, schick uns ein paar Blitze!
Doch wenn der Donner faucht und grollt,
ruf ich: Das hab ich nicht gewollt!
Und sehne mich nach Sommerhitze.
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31
Jul
2013

Menschenaffen

Man weiß, dass der Mensch von den Affen abstammt,
und drum hat man uns in das Tierreich verdammt.
Es heißt, weil im Tier eine Bestie lebt,
sei's völlig unmöglich, dass der Mensch sich erhebt.

Und übte der Mensch seinen aufrechten Gang,
dann zog ihm die Ohren der Folterknecht lang.
Doch hat er wie die Jagdhunde Blut geleckt,
dann wurde ihm feierlich ein Orden angesteckt.

Es lebt in uns weiter unsre tierische Natur.
Ganz ohne Begehren, wo wären wir da nur?
Doch geleitet von unserem Menschenverstand
lässt vieles sich schaffen mit eigener Hand.

Vielleicht sind die Tiere ja klüger als wir,
zum Affen sich machen, das macht doch kein Tier.
Sie essen und ziehen die Kinderschar auf
und lassen der ewigen Welt ihren Lauf.
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25
Jul
2013

Kleiner Bruder

In der Nacht, als ich dich sah,
warst du mir sofort ganz nah
dort in Esso Sechsunddreißig.
Trugst ne Maske vorm Gesicht,
drum erkannte ich dich nicht,
doch ich merkte, du warst fleißig.

Las das Klogedicht voll Witz,
deine Ohren wurden spitz
und du fandest es gelungen.
Bügeltest zum Dank dafür
mir ein Stückchen Klopapier,
hast damit mein Herz bezwungen.

Kamst schon bald zu mir nach Haus,
mit der Ruhe war es aus
und es wackelten die Wände.
Trieb mich oft bei euch herum
zwischen Kunst und Bassgebrumm
auf dem Tachelesgelände.

Tanzen ging ich nicht allein,
kam in alle Läden rein,
weil die Türsteher dich kannten.
Und in Hamburg, voller Wut,
jagten wir die braune Brut,
als die Müllcontainer brannten.

Ach, wir haben manche Nacht
mit Gesprächen zugebracht
und auch Tränen sind geflossen.
Aßen Reis und sogar Schwein,
denn der Hunger trieb es rein,
trotzdem haben wir’s genossen.

Das war eine schöne Zeit!
Alle sahn uns nur zu zweit,
denn du warst mein kleiner Bruder.
Hat dich jemand schlecht gemacht,
habe ich ihn ausgelacht,
war ja selber mal ein Luder.
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Verlorenes Paradies

Halbe Frau

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